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Einführung:
Dr. Eva-Suzanne Bayer

Presse: Kitzinger Zeitung

Presse: BBK-Zeitung

2008 "Uomo universale?!" BBK-Galerie Würzburg

In der Renaissance gilt der universal und vielseitig gebildete Mensch als Inbegriff der Vollkommenheit.
Die Ikone des Universalmenschen ist Leonardo da Vinci, dessen Proportionsstudie nach Vitruv als Modul zitiert wird.
Der Mensch und seine Befindlichkeiten im physikalischen und psychischen Raum werden in vielseitigen Aspekten durchgespielt.

"Leidenschaftlich und souverän"

Sensationell und prall wirkt die Ausstellung „Uomo universale ?!“ von Barbara Schaper-Oeser in der BBK Galerie. Der Besucher erlebt eine witzige und geistreiche Kunstausstellung, die sich auf mehreren Ebenen, zahlreichen Facetten und unterschiedlichsten Formen Stilen und Darstellungen dem Phänomen Leonardo da Vincis, in Gestalt des „vitruvianischen Menschen“ - der Proportionsstudie Leonardos, die inzwischen für alle Ewigkeit zum Sinnbild der geometrischen Proportion des Menschen geworden ist – annähert.

Barbara Schaper-Oeser fasziniert ihr Publikum durch ihre spielerische Leichtigkeit und Souveränität, mit der sie – mit künstlerischen Mitteln und Ideen – gegen diese „Bastion“ anrennt, sie umkreist, umtanzt, umspielt, mit heiteren Ideen, souveräner Technik, vielgestaltig, mutig und ideenreich anreichert und zu überzeugenden, bisweilen heiteren Ergebnissen findet. Sich der Idee der „Quadratur des Kreises“ zu verschreiben allein erfordert einen künstlerischen „Übermut“ und ein künstlerisches „Urvertrauen“, dem die Künstlerin durchaus gewachsen ist.

Kreis und Quadrat dieser Proportionsstudie Leonardos bleiben Ausgangspunkt und Zentrum dieser Ausstellung, indem sie diese Symbole für Erdkreis und Elemente mit unterschiedlichsten Materialien und Techniken neu gliedert, aufteilt, abbildet und so die Unumstößlichkeit beweist. Malerisch variiert sie die Proportion, verzerrt die Perspektive und verändert die Darstellung durch architektonische Metaphern, durch Raster, geometrische Differenzierungen und veränderte Materialien.

Die ideenreiche Differenziertheit zeigt sie mit den auf Papier gedruckten Computergrafiken “uomo digitale I – XII", indem sie mit Clicks die Perspektiven verändert, rastert und verzerrt und neue Ansichten hervorbringt. Plastisch wird sie mit den Arbeiten "Calligrafia 1 – 6", Mischtechniken aus geschöpftem Papier und Eisendraht.

Sehr interessant sind die Gemälde, auf denen sie den Menschen metaphorisch durch Architektur ersetzt, wie auf den Bildern „Hafenturm“, „a parte“ und „Homo ludens“.

Es ist ein hoffnungsloses Unterfangen, die Vielgestaltigkeit an Materialien, Techniken und Ausdrücken zu erfassen und zu begreifen. Sicher ist aber, dass man sich an dieser Ausstellung sehr erfreuen kann.

Reiner Jünger - Leporello Februar 2008

 

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