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Monatsgruß St. Johannis

 

Predigt vom 12. Juli 2015

- erscheint jeweils im download-Ordner

2015 "Ein jegliches hat seine Zeit"

Kunstprojekt in St. Johannis Würzburg

Die Idee von Kirche und Kunst

Kirche und Kunst gehören untrennbar zusammen. Kirchengebäude, Kirchenräume und ihre Ausgestaltung sind seit Beginn des Christentums Teil der Verkündigung. Auch die von Reinhard Riemerschmid 1957 erbaute und von Helmut Ammann ausgestaltete neue St. Johanniskirche ist ein solches Kunstwerk.
Aber die Form des Kirchenraums und die Beschränkung auf einige wenige markante Kunstwerke innerhalb des Raums regt darüber hinaus immer wieder auch Künstlerinnen und Künstler aus dem nichtkirchlichen Bereich an, Kunstwerke aus ihrem Schaffen mit der Kirche in Beziehung zu setzen.
Seit über 10 Jahren gibt es das "Kunstprojekt an St. Johannis", das diese Bemühungen Rechnung trägt. Jedes Jahr im Juli ist eine Künstlerin oder ein Künstler aus der Region eingeladen, den Kirchenraum zu gestalten. Begleitend dazu gibt es eine Predigtreihe, die Aspekte der Kunstwerke aufnimmt, sie theologisch deutet und zum Leben in Beziehung setzt.

Ein jegliches hat seine Zeit

heißt in diesem Jahr das Kunstprojekt der Würzburger Künstlerin Barbara Schaper-Oeser.
Mit Malerei, Video und Installation setzt sie sich mit dem allgegenwärtigen Thema auseinander.

Ein jegliches hat seine Zeit,
und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde:

geboren werden hat seine Zeit, sterben hat seine Zeit;
pflanzen hat seine Zeit, ausreißen, was gepflanzt ist, hat seine Zeit;
töten hat seine Zeit, heilen hat seine Zeit;
abbrechen hat seine Zeit, bauen hat seine Zeit;
weinen hat seine Zeit, lachen hat seine Zeit;
klagen hat seine Zeit, tanzen hat seine Zeit;
Steine wegwerfen hat seine Zeit, Steine sammeln hat seine Zeit;

herzen hat seine Zeit, aufhören zu herzen hat seine Zeit;
suchen hat seine Zeit, verlieren hat seine Zeit;
behalten hat seine Zeit, wegwerfen hat seine Zeit;
zerreißen hat seine Zeit, zunähen hat seine Zeit;
schweigen hat seine Zeit, reden hat seine Zeit;
lieben hat seine Zeit, hassen hat seine Zeit;
Streit hat seine Zeit, Friede hat seine Zeit.

Man mühe sich ab, wie man will,
so hat man keinen Gewinn davon.
Ich sah die Arbeit, die Gott den Menschen gegeben hat,
dass sie sich damit plagen.
Er hat alles schön gemacht zu seiner Zeit,
auch hat er die Ewigkeit in ihr Herz gelegt;
nur dass der Mensch nicht ergründen kann
das Werk, das Gott tut, weder Anfang noch Ende.

Da merkte ich, dass es nichts Besseres dabei gibt
als fröhlich sein und sich gütlich tun in seinem Leben.

Denn ein Mensch, der da isst und trinkt
und hat guten Mut bei all seinem Mühen,
das ist eine Gabe Gottes.

Prediger Salomo (Kohelet) 3, 1-13 (nach der Übersetzung Martin Luthers in der revidierten Fassung von 1984)

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